Campaign Monitor oder Mailchimp: Was kostet Ihre Liste, und wer im Team braucht Zugang?
Campaign Monitor oder Mailchimp: Preise von 500 bis 10.000 Kontakten, Versandgrenzen, Nutzerplätze, HTML-Vorlagen und Agenturfunktionen im Vergleich.
Kurzantwort
Bei 500 Kontakten liegen beide Anbieter dicht beieinander: Laut Preisseite von Campaign Monitor kostet Lite bei jährlicher Zahlung 11,70 $ im Monat, Essentials 27,90 $ und Premier 153,90 $. Mailchimp verlangt laut eigener Preisseite für Essentials 13 $, für Standard 20 $ und für Premium 350 $. Mailchimp hat dazu einen dauerhaft kostenlosen Tarif für bis zu 250 Kontakte. Campaign Monitor hat nur eine 30-tägige Testphase. Der Unterschied liegt weniger beim Startpreis als bei zwei anderen Dingen: Campaign Monitor wirbt auf allen Tarifen mit unbegrenzten Nutzern und hat einen eigenen Block für Agenturen, bei Mailchimp stehen fünf Plätze im Standard-Tarif und unbegrenzte erst im teuersten.
Alle Preise stammen von den Anbieterseiten, abgelesen am 7. Oktober 2026, in US-Dollar. Bei Campaign Monitor steht für jede Kontaktstufe ein Wert für monatliche und einer für jährliche Zahlung; die jährliche liegt 10 % darunter.


Campaign Monitor: Preise nach Kontaktstufe
| Kontakte | Lite (monatlich / jährlich) | Essentials (monatlich / jährlich) | Premier (monatlich / jährlich) |
|---|---|---|---|
| bis 500 | 13 $ / 11,70 $ | 31 $ / 27,90 $ | 171 $ / 153,90 $ |
| bis 2.500 | 47 $ / 42,30 $ | 74 $ / 66,60 $ | 182 $ / 163,80 $ |
| bis 5.000 | 75 $ / 67,50 $ | 117 $ / 105,30 $ | 203 $ / 182,70 $ |
| bis 10.000 | 117 $ / 105,30 $ | 182 $ / 163,80 $ | 300 $ / 270 $ |
Quelle: campaignmonitor.com/pricing, Regler auf die jeweilige Kontaktstufe, beide Abrechnungsarten. Preise oberhalb von 10.000 Kontakten haben wir nicht abgelesen.
Zwei Dinge fallen auf. Der erste Sprung ist bei Lite am steilsten: von 13 $ bei 500 Kontakten auf 47 $ bei 2.500, also das 3,6-Fache bei fünffacher Listengröße. Und der Aufpreis von Essentials auf Premier ist nicht konstant: 140 $ bei 500 Kontakten, 108 $ bei 2.500, nur noch 86 $ bei 5.000 und wieder 118 $ bei 10.000 (jeweils bei monatlicher Zahlung). Rechnen Sie den Abstand deshalb für Ihre Listengröße aus, statt ihn vom Einstiegspreis abzuleiten.
Mailchimp: Tarife, Versandgrenzen und Plätze
| Tarif (bis 500 Kontakte) | Preis pro Monat | Versand pro Monat | Plätze |
|---|---|---|---|
| Free | 0 $ (höchstens 250 Kontakte) | 500, höchstens 250 pro Tag | 1 |
| Essentials | ab 13 $ | das 10-Fache der Kontakte | 3 |
| Standard | ab 20 $ | das 12-Fache der Kontakte | 5 |
| Premium | ab 350 $ | das 15-Fache der Kontakte | unbegrenzt |
Bei Mailchimp steigt der Preis stufenweise mit der Kontaktzahl. Für Standard nennt die Preisseite für Marketing 100 $ im Monat für 2.501 bis 5.000 Kontakte, 135 $ für 5.001 bis 10.000, 230 $ für 10.001 bis 15.000 und 310 $ für 20.001 bis 25.000. Für diese Stufen steht ein Einführungsrabatt von 50 % für zwölf Monate auf der Seite, zum Beispiel 50 $ statt 100 $ in der Stufe bis 5.000 Kontakte. Nach zwölf Monaten gilt der volle Preis. Die Stufe von 501 bis 2.500 Kontakten haben wir nicht abgelesen.
Beim Versandlimit rechnet Mailchimp mit der Kontaktzahl, Campaign Monitor je nach Tarif unterschiedlich: Lite erlaubt laut Preisseite das Fünffache der Abonnenten im Monat, Essentials unbegrenzten Versand.
Drei Rechenbeispiele
Ein Verein mit 500 Kontakten und einem Rundbrief im Monat braucht rund 500 Sendungen. Mailchimp Free scheidet aus, weil es nur bis 250 Kontakte reicht. Campaign Monitor Lite kostet bei Jahreszahlung 12 × 11,70 $ = 140,40 $, bei monatlicher Zahlung 12 × 13 $ = 156 $. Mailchimp Essentials ist mit 12 × 13 $ = 156 $ gleich teuer wie Lite bei monatlicher Zahlung. Der Preisunterschied ist hier klein; entscheidend ist, was Sie sonst brauchen: Lite enthält laut Seite eigene HTML-Vorlagen, Mailchimp Essentials erlaubt nach dessen Vergleichstabelle, sie anzulegen, aber nicht zu versenden. Dafür ist Standard nötig.
Ein Onlineshop mit 5.000 Kontakten und zwei Mails pro Woche kommt auf rund 8,67 Sendungen je Kontakt und Monat, also etwa 43.300. Campaign Monitor Lite scheidet aus, denn fünf Sendungen je Kontakt ergeben nur 25.000. Bleibt Essentials mit 117 $ monatlich (105,30 $ bei Jahreszahlung, das sind 1.263,60 $ im Jahr). Mailchimp Standard erlaubt bei 5.000 Kontakten 60.000 Sendungen und kostet 100 $ im Monat, im ersten Jahr mit Rabatt 50 $. Über das erste Jahr gerechnet sind das 600 $ gegen 1.263,60 $, also 663,60 $ Unterschied; ab dem zweiten Jahr 1.200 $ gegen 1.263,60 $, nur noch rund 64 $.
Ein Team aus zehn Personen, das gemeinsam an einem Konto mit 500 Kontakten arbeitet, stößt bei Mailchimp an die Plätze: Standard hat fünf, erst Premium hat unbegrenzte und kostet ab 350 $ im Monat. Campaign Monitor Essentials kostet bei 500 Kontakten 31 $ im Monat und nennt auf seiner Seite für Nutzer „Unlimited“. Das sind 319 $ im Monat Unterschied oder 3.828 $ im Jahr. Betreut das Team mehrere Kundenkonten, kommen bei Campaign Monitor die Agenturfunktionen hinzu (siehe unten). Deren Abrechnung beziffert die Seite nicht; fragen Sie danach, bevor Sie sich festlegen.
Was die Tarife außer dem Preis unterscheidet
Bei Campaign Monitor trennen die Tarife vor allem Versand, Support und Teamfunktionen. Lite enthält laut Seite eigene HTML-Vorlagen, Drip-Kampagnen, unbegrenzte Anmeldeformulare, den KI-Textassistenten und Transaktionsmails. Essentials ergänzt unbegrenzten Versand, bevorzugten Support, die Vorschau in verschiedenen Postfächern und unbegrenzte Automatisierungen. Premier bringt Telefonsupport, Versandzeitoptimierung, das Sperren von Vorlagenabschnitten für andere Bearbeitende, die Vorlagenverwaltung für Teams und einen Website-Baukasten.
Für Agenturen listet die Seite einen eigenen Block: Unterkonten unter einem Hauptkonto, eine Übersicht über alle Kundenkonten, eigene Zugriffsrechte, das Ersetzen der Campaign-Monitor-Marke durch die eigene, Preisaufschläge mit automatischer Abrechnung und Verträge oder nutzungsabhängige Zahlung für Kunden. Wir haben nicht geprüft, in welchem Tarif welche dieser Funktionen freigeschaltet ist. Bei Mailchimp haben wir keinen vergleichbaren Block gefunden.
Mailchimp setzt dagegen auf Breite: Segmentierung, Automatisierung, A/B- und multivariate Tests, generative KI und SMS-Marketing stehen auf der Preisseite. Die Tabelle dort zeigt außerdem, dass eigene HTML-Vorlagen in Essentials nur angelegt, in Standard und Premium auch versendet werden können.
Kostenloser Tarif und Testphase
Mailchimp Free ist ein dauerhafter Tarif: eine Zielgruppe, bis 250 Kontakte, 500 Sendungen im Monat, höchstens 250 am Tag. Campaign Monitor hat keinen kostenlosen Tarif, sondern eine Testphase von 30 Tagen mit 500 Kontakten und 500 E-Mails. Eine einzige Sendung an eine Liste mit 500 Adressen schöpft das Kontingent aus; testen Sie deshalb mit einem Segment von 50 bis 100 Adressen, damit Sie mehrmals senden können.
Datenschutz und DSGVO
Mailchimp beschreibt auf seiner DSGVO-Seite, dass es als US-Unternehmen nach dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert ist, dass Standardvertragsklauseln Teil seines Auftragsverarbeitungsvertrags sind und dass es als Auftragsverarbeiter handelt. Auf der Preisseite von Campaign Monitor taucht die Datenschutz-Grundverordnung nur in der Beschreibung des Enterprise-Tarifs auf, zusammen mit SOC 2; für die anderen Tarife lesen Sie vor dem Hochladen Ihrer Liste Datenschutzerklärung und Vertragsbedingungen. Beide Seiten ersetzen keine Rechtsberatung. Wo Ihre Daten gespeichert werden, haben wir bei keinem der beiden Anbieter belegt.
Von Mailchimp zu Campaign Monitor wechseln
- Exportieren Sie jede Mailchimp-Zielgruppe als Datei und führen Sie die Dateien zusammen. Entfernen Sie Dubletten, denn die Stufe, die Sie bezahlen, hängt von der Zahl der hochgeladenen Kontakte ab.
- Probieren Sie den Import mit einer kleinen Stichprobe in der 30-tägigen Testphase aus. Sie ist auf 500 Kontakte begrenzt.
- Laden Sie Ihre HTML-Vorlagen hoch und prüfen Sie die Darstellung in der Postfachvorschau, die ab Essentials dabei ist.
- Bauen Sie Automatisierungen von Hand nach. Wenn Sie mit Lite beginnen, prüfen Sie, ob sie mit dem Versandlimit auskommen.
- Richten Sie die Absenderdomain des neuen Kontos ein, bevor Sie echte Mails senden. Google verlangt von allen Absendern SPF oder DKIM; die Richtlinien für Absender nennen die Einzelheiten.
Wann Campaign Monitor, wann Mailchimp
Campaign Monitor passt, wenn viele Personen auf dasselbe Konto zugreifen, wenn eine Agentur mehrere Kunden unter einem Dach betreut oder wenn jemand in der Gestaltung Vorlagen baut und andere sie nur ausfüllen sollen. Mailchimp passt, wenn die Liste klein ist und ein dauerhaft kostenloser Einstieg zählt, wenn Sie Automatisierung, Tests und SMS in einem Werkzeug wollen oder wenn Ihr Team nicht mehr als fünf Personen umfasst.
Für andere Anbieter schauen Sie in den Vergleich von MailerLite und Mailchimp oder in den Leitfaden für Broadcasts. Die englische Fassung dieses Vergleichs finden Sie unter Campaign Monitor vs Mailchimp; einen Überblick über 15 Dienste bietet die Übersicht der E-Mail-Versanddienste.
Häufige Fragen
Ist Campaign Monitor günstiger als Mailchimp?
Bei 500 Kontakten ja, wenn Sie Lite nutzen: 11,70 $ bei Jahreszahlung (13 $ monatlich) gegen 13 $ für Mailchimp Essentials. Lite erlaubt aber nur das Fünffache der Kontakte an Sendungen. Bei 5.000 Kontakten und etwa 43.000 Sendungen im Monat ist Mailchimp Standard (100 $) günstiger als Campaign Monitor Essentials (117 $).
Hat Campaign Monitor einen kostenlosen Tarif?
Nein, nur eine Testphase von 30 Tagen mit 500 Kontakten und 500 E-Mails. Mailchimp bietet dauerhaft kostenlos eine Zielgruppe mit bis zu 250 Kontakten und 500 Sendungen im Monat.
Welcher Dienst eignet sich für Agenturen?
Campaign Monitor führt auf seiner Preisseite einen eigenen Block für Agenturen auf: Unterkonten, Kundenübersicht, eigene Marke, Aufschläge und Abrechnung. Bei Mailchimp haben wir keinen gleichwertigen Block gefunden. Fragen Sie beim Anbieter nach, wie die einzelnen Unterkonten abgerechnet werden.
Kann ich eigenes HTML in beiden Werkzeugen senden?
Ja, aber nicht zum selben Preis. Campaign Monitor nennt eigene HTML-Vorlagen schon bei Lite. Bei Mailchimp lassen sie sich in Essentials nur anlegen; zum Versand brauchen Sie Standard oder Premium.